Zufriedene Kunden

Versorgung sicherstellen und Transportkosten senken durch umfassende Avisierungsfunktionen

Global agierende Konzerne brauchen eine effiziente Inbound-Supply-Chain, um einen reibungslosen Warenfluss sicherzustellen. Das Ziel dabei ist, dass die benötigten Waren in der korrekten Menge termingerecht und korrekt verpackt möglichst kostengünstig  angeliefert werden. Um das zu erreichen, müssen Lieferanten und Spediteure zuverlässig und medienbruchfrei in den Informationsfluss des einkaufenden Unternehmens eingebunden werden. Wie können externe Partner schnell in diesen Prozess integriert werden? Wie lässt sich die Qualität von Avisierungsdaten im Blick auf benötigtes Transportvolumen und erwartetes Transportgewicht steigern? Wie lassen sich bereits vorliegende Verpackungsstammdaten nutzen? Ein OEM hat den Nachweis erbracht, dass mit SupplyOn manuell abgewickelte Avisierungsprozesse abgelöst und in hoher Qualität automatisiert gesteuert werden können.

Herausforderungen

Ein Automobilhersteller stand im Blick auf seine Inbound-Supply-Chain vor mehreren Herausforderungen: Zum einen waren seine Transportkosten sehr hoch, was in erster Linie darauf zurückzuführen war, dass nur rund 65 Prozent der bestellten Transportkapazität tatsächlich genutzt wurden. Außerdem kam es durch falsche Verpackungen immer wieder zu Schäden an den transportierten Produkten. Hinzu kamen Verzögerungen bei der Zollanmeldung, da nicht ersichtlich war, welche Artikel sich in welcher Menge in den Paketen befanden. Die Transport-ID als Schlüsselfeld zur Transportsteuerung wurde im Avisierungsprozess nicht konsequent genutzt. Lieferungen erfolgten teilweise unerwartet oder zu spät. 


Hinzu kam, dass der manuelle Avisierungsprozess angesichts der steigenden Komplexität der Inbound-Supply-Chain mit rund 3.000 Lieferanten, mehreren Millionen Bedarfsnachrichten und Lieferscheinen pro Jahr sowie einer Vielzahl von mehrstufigen Verpackungsvorschriften immer mehr an Grenzen stieß. Der bisherige Prozess war eine Black-Box: Es fehlte sowohl an Transparenz als auch an durchgängigen, konsistenten Daten. 


Eine weitere Herausforderung war die Vorgabe des Managements, Einsparungen im 7-stelligen Bereich zu erzielen. 

Die Lösung von SupplyOn

Um den Herausforderungen bei der Volumen- und Transportplanung zu begegnen, hat sich das Unternehmen im Rahmen eines Proof-of-Concepts für die Kollaborationsplattform SupplyOn entschieden. Das Tool ermöglicht es zum einen, sehr schnell externe Partner technisch anzubinden sowie alle erforderlichen Bedarfs- und Verpackungsinformationen zugänglich zu machen. Zum anderen dokumentiert das Tool jede Avisierung korrekt und transparent auf Basis der Vorgängerbelege.


Um Gewichte und Volumina korrekt zu berechnen, wird bereits in der Bedarfsnachricht auf Basis des unternehmensindividuellen Stammdatenmodells die jeweils gültige Verpackung mitgegeben. Diese kann dann bei der nachfolgenden Avisierung korrekt berücksichtigt werden. Dadurch ist es möglich, Gewichte und Volumina auf Ebene „Handling Unit“ und Ebene „Transport“ korrekt zu berechnen und zu Planungszwecken zur Verfügung zu stellen.


Die Möglichkeit, Warenbegleitanhänger, Sendungslisten und Lieferscheine direkt über SupplyOngemäß des Galia-Standards zu drucken, rundet die Funktionalitäten ab. 

Details zum Projekt

Im ersten Teil des Projekts wurden die unternehmensspezifischen Prozessanforderungen aufgenommen sowie das Stammdatenmodell und die Schnittstellen analysiert. Im Rahmen einer Gap-Analyse wurden der Ist-Zustand und der Ziel-Zustand dokumentiert und festgelegt, welche der benötigten Funktionalitäten anhand welcher Messkriterien bereits im Proof-of-Concept berücksichtigt werden sollen. Sie beinhalten die erfolgsrelevanten Kriterien für die Volumen- und Transportplanung.


Parallel dazu wurde ein Konvertierungstool programmiert, das aus Daten im CSV-Format EDIFACT-Bedarfsnachrichten generiert und die Avisierungsergebnisse vom EDIFACT-Format ins CSV-Zielformat zurückmeldet.


Der zweite Teil des Projekts widmete sich dem Rollout der Lieferanten. Für die drei festgelegten Proof-of-Concept Lieferanten wurde der Nachweis erbracht, dass SupplyOn die Registrierung und Schulung von Lieferanten sehr effizient durchführt, so dass die Lieferanten innerhalb kürzester Zeit in der Lage sind, Nachrichten zu empfangen und korrekt weiterzuverarbeiten.


Dabei stieß sowohl die Lösung von SupplyOn als auch die Unterstützung bei der Anbindung und Schulung bei den drei Lieferanten auf hohe Akzeptanz.


Der Hersteller konnte nachweisen, dass sich über das von SupplyOn realisierte Avisierungsportal Transportkosten senken und die Qualität der Avisierungsdaten (die richtige Menge sowie das korrekte Gewicht und Volumen) deutlich verbessern lassen.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Mögliche Einsparungen im 7-stelligen Euro-Bereich durch Reduzierung von administrativen Tätigkeiten und Transportkosten
  • Einsparungen durch Erhöhung der durchschnittlichen Auslastung der Lkws von 65 Prozent auf 80 Prozent
  • Vermeidung von drohenden Bandstillständen in der Produktion durch verlässliche Transportplanung (Abholung und Lieferung zum jeweils avisierten Datum)
  • Reduzierung der Betriebskosten durch einheitliche Schnittstellen zu über 1.000 Lieferanten
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch verbesserte Lieferperformance
  • Reduzierung des gebundenen Kapitals durch Senkung der Lagerbestände – bei gleichbleibend hoher Lieferfähigkeit
  • Mehr Freiraum für strategische Tätigkeiten durch Eliminierung von manuellen Tätigkeiten