Industry News Digitalisierung nicht als Kosten, sondern als Investition in die Zukunft betrachten Thomas Hübsch 16. Februar 2017zuletzt aktualisiert: 16. April 2020 Share on Facebook Share on LinkedIn Share on Xing Share via email Rund 500 Experten diskutierten am 14. und 15. Februar über die Digitalisierung und smarte Ansätze für die AutomobillogistikAm 15. Februar ging das „Forum Automobillogistik“, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) zu Ende. Zwei Tage lang trafen sich über 500 Experten und Führungskräfte der Automobil- und Zulieferindustrie in Bremen. Gastgeber des regelmäßig stattfindenden Events war die Mercedes-Benz AG, die ihr an das Werk angeschlossenes Kundencenter zur Verfügung stellte. Prof. Dr. Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung des BVL begrüßte zusammen mit dem Geschäftsführer des VDA, Dr. Joachim Damasky die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter dem Motto „Smart statt reaktiv – auf dem Weg in digitale Dimensionen“.Motto: „Smart statt reaktiv – auf dem Weg in digitale Dimensionen“Die Diskussionen machten klar: Digitalisierung steht ganz oben auf der Agenda – © Kai Bublitz/BVLTreffender hätte das Motto nicht gewählt werden können: Bei den Vorträgen und Diskussionen während der Sequenzen wurde ganz klar, dass das Thema „Digitalisierung“ in den Unternehmen ganz oben auf der Agenda steht. Und sich bereits in der Umsetzung befindet, wie die die zahlreichen Fachbeiträge zu laufenden oder sogar abgeschlossenen Projekte verdeutlichten. Die Branche ist auf dem Weg in die digitale Zukunft schon weit vorangeschritten.Freie Fahrt für freien HandelVDA-Präsident Matthias Wissmann spannte darüber hinaus in seiner Keynote am Abend des ersten Konferenztages einen Bogen über die Themen, die die Branche umtreiben: So etwa die aktuell diskutierten Handelsbeschränkungen sowie die damit einhergehenden Schwierigkeiten, die sich nicht nur für die Logistik ergäben, sondern nach seiner Überzeugung dem Wachstum der Branche allgemein schaden würden. Insbesondere – so belegte er an Beispielen eindrucksvoll in seiner Rede – schade Protektionismus den Volkswirtschaften selbst, die über Regularien versuchen, der einheimischen Wirtschaft Vorteile zu erschließen: Das Gegenteil wäre der Fall.Audi ausgezeichnetDer diesjährige VDA-Logistik-Award ging an die Audi AG, die mit smarten, führerlosen Transportfahrzeugen (FTS) die Outbound-Logistik ihrer fertigen Fahrzeuge unterstützt. Unter dem Beifall des Auditoriums wurde die Preisverleihung im Rahmen einer Abendveranstaltung vorgenommen.Digitalisierung führt zu eindrucksvollen ProzessverbesserungenDr. Wolfgang Rudorfer (BMW AG) sprach über „Connected Supply Chain – Transparenz in der Lieferkette“ – ©Kai Bublitz/BVLDurchgängig wurden generische Begriffe wie eben „Digitalisierung“ oder „Industrie 4.0“ so aufgelöst, dass Inhalte und Mehrwerte der vorgestellten Projekte offensichtlich und greifbar wurden. Kernthema der Automobil-Logistiker ist, wie von Dr. Wolfgang Rudorfer (BMW) ausgeführt, die „Blackbox“ zwischen Bedarfsweitergabe an den Lieferanten und dem Wareneingang aufzulösen. Und zwar umgesetzt mit den Partnern, die sich um die physische Verbringung kümmern. Dazu gehören also neben dem Lieferanten, der die Ware bereitstellt, auch die beteiligten Spediteure, Logistikdienstleister oder Carrier.Mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln lässt sich nun das realisieren, was die Branche viele Jahre nur diskutieren konnte. Eindrucksvolle Einsparpotenziale, sowohl hinsichtlich Lager- und Transportkosten als auch in Hinblick auf die effizientere und somit umweltschonendere Nutzung der eingesetzten Ressourcen können erschlossen werden. Matthias Steiger (LuK, ein Unternehmen der Schaeffler-Gruppe) ging hier sogar noch einen Schritt weiter: Mit einem sich bereits im Roll-Out befindlichen Projekt konnte er eben jene Prozessverbesserungen und Effizienzsteigerungen nachweisen, die die Logistiker der Automobilbranche alle anstreben.Prof. Dr. Raimund Klinkner (BVL): Transparenz in der Supply Chain wird durch die Digitalisierung realisierbar und erlebbar – ©Kai Bublitz/BVLOder wie Prof. Dr. Raimund Klinkner (IMX GmbH und Vorstandsvorsitzender des BVL) es formulierte: Wesentlich für den nächsten Schritt nach Lean ist die Transparenz in der Supply Chain, die durch die Möglichkeiten der digitalen Welt realisier- und erlebbar wird. Intelligente Systeme, die vorausschauend („predictive“) Analysemöglichkeiten bieten und auf Basis der Ist-Zustände im Prozess und des Umfeldes (Stichwort: Web-Analyse/Risk Management) Handlungsempfehlungen für die Logistik generieren, sind keine Zukunftsmusik mehr.Effiziente Kollaboration wird immer wichtigerIn Hinblick auf die so erzielbaren Verbesserungen wird die Bedeutung eines effizienten Netzwerkes, welches die Prozessbeteiligten integriert – sowohl prozessual als auch in Hinblick auf Datenerfassung und Bereitstellung – immer wichtiger. Unternehmen, die hier mit den Überlegungen in diesem Bereich über die rein funktionale Aspekte hinaus über die Implementierung sowie die operative Nutzung solch kollaborativer Ansätze nachdenken, fürchten oder scheuen sogar aufgrund ihrer Erfahrungen den Rollout einer kundenspezifisch implementierten Lösung. Fast hat man den Eindruck, die Idee der elektronischen Marktplätze aus den späten 1990’er-Jahren erlebt eine Renaissance.Blick über den Tellerrand: Smarte Ansätze aus dem HandelFrank Wiemer (Rewe) treibt den „Handel 4.0“ voran – ©Kai Bublitz/BVLInteressant waren aber auch Einblicke in andere Branchen: Frank Wiemer, REWE Group, zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie sein Unternehmen das Thema „Handel 4.0“ interpretiert und umsetzt. Im Mittelpunkt dabei stehen smarte und hocheffiziente Prozesse, die dem Kunden den Einkauf erleichtern und darüber hinaus dem Handelshaus bemerkenswerte Potentziale erschließen. Kai Derda (CHEP) beeindruckte mit einem preisgekrönten Projekt zur Promotionsteuerung via Beacon-Technologie – ©Kai Bublitz/BVLOder durch Kai Derda von CHEP. Dieser stellte ein preisgekröntes Projekt vor, bei welchem durch Barcode-Aufkleber und Beacon-Technologie intelligent gemachte Paletten erhebliche Effizienzsteigerungen im Handel ermöglichen, wenn es um die Bereitstellung von speziellen Aufstellern im Supermarkt geht: Sowohl die Überwachbarkeit des Erfolges solcher Promotion-Aktivitäten als auch die Potenziale, die sich dadurch für die Optimierung der logistischen Prozesse erschließen, waren beeindruckend.Wiemer brachte es dann in seinem Vortrag auch auf den Punkt: „Betrachten Sie die Aufwände für Digitalisierung nicht als Kosten, sondern als Investition in die Zukunft“, so seine Empfehlung, die mit zustimmendem Nicken und Applaus des Auditoriums quittiert wurde.
Digitaler Produktpass neu gedacht: Warum SupplyOn Material-Stammdaten zum strategischen Rückgrat machtGlobale Lieferketten stehen an einem Wendepunkt. Was lange als operative Disziplin galt, entwickelt sich zunehmend zu einer datengetriebenen Steuerungsaufgabe unter regulatorischem Druck. Nachhaltigkeitsvorgaben werden strenger, Datenanforderungen wachsen exponentiell und Unternehmen müssen beides über komplexe, internationale Lieferantennetzwerke hinweg verwalten.Bei SupplyOn beobachten wir diesen Wandel in allen Industrien. Regulatorien wie die EU Batterie-Verordnung, Carbon Border Adjustment Mechanismen…mehr lesen More details about Digitaler Produktpass neu gedacht: Warum SupplyOn Material-Stammdaten zum strategischen Rückgrat macht
Die Zukunft von Unternehmen liegt in integrierter Planung: Warum S&OP und IBP externe Datenquellen brauchenVor kurzem besuchte ich den S&OP Summit in Amsterdam – die führende Konferenz zum Thema Sales and Operations Planning (S&OP). Mein Ziel war es, mich über die neuen Möglichkeiten und Entwicklungen von S&OP und IBP zu informieren, um den Kunden von SupplyOn den Mehrwert der Integration von Planung und Exekutive aufzuzeigen. Die strategische Planung ist…mehr lesen More details about Die Zukunft von Unternehmen liegt in integrierter Planung: Warum S&OP und IBP externe Datenquellen brauchen
Predictive Delivery Date: KI prognostiziert Produktions- und LieferzeitProduktionsprozesse können stark beeinträchtigt werden, wenn sich erst am Tag der geplanten Lieferung herausstellt, dass bestelltes Produktionsmaterial nicht rechtzeitig eintrifft. Da dieses oft lange und komplexe Lieferketten durchläuft, die aus vielen Planungs-, Bestell-, Produktions- und Lieferprozessen bestehen, kommt es in der Praxis nicht selten zu Engpässen. Verschärft wird das Problem dadurch, dass in modernen Produktionsbetrieben…mehr lesen More details about Predictive Delivery Date: KI prognostiziert Produktions- und Lieferzeit