Industry News “Smart Farming”: Herausforderungen für Einkauf und Logistik Arvid Holzwarth 25. Februar 2020zuletzt aktualisiert: 22. November 2022 Share on Facebook Share on LinkedIn Share on Xing Share via email Rund 200 Branchenvertreter kamen zur Auftaktveranstaltung des AGRITECH Supplier Summit in Augsburg um über die verschiedenen Facetten des Smart Farmings zu sprechenDigitalisierung und rasanter Technologiewandel prägen die moderne Landwirtschaft – und stellen sie vor ganz neue Herausforderungen. Daher hatte sich der AGRITECH Supplier Summit 2020 zum Ziel gesetzt, hierfür erfolgreiche Lösungsansätze aufzuzeigen und zu diskutieren. Rund 200 Teilnehmer kamen zu der vom Berlin Institute of Supply Chain Management und Gastgeber AGCO initiierten Veranstaltung nach Augsburg.Werksführung bei FendtBeeindruckende Werksführung bei Fendt in MarktoberdorfBereits der Vortag des AGRITECH Supplier Summit bot ein absolutes Highlight: Eine Werksführung im Traktorenwerk von Fendt, Teil des globalen AGCO Konzerns: Bei Fendt in Marktoberdorf wurden 2019 19.000 Traktoren von mehr als 4.000 Mitarbeitern gebaut. In der Montage werden aktuell bis zu 100 Traktoren pro Tag produziert. Die Bandbreite ist dabei enorm und reicht von der kleinsten Baureihe 100 (70 PS) bis zur Baureihe 1000 (500 PS).Aktuelle Herausforderungen der LandwirtschaftJosip T. Tomasevic, CPO bei ACGO, begrüßte als Gastgeber die zahlreichen TeilnehmerDie Kernveranstaltung am nächsten Tag eröffnete Josip T. Tomasevic, Chief Procurement Officer des AGCO-Konzerns. Der Gastgeber umriss gleich in seiner Eröffnungsrede die großen Themen, denen sich die Landwirtschaftsbranche stellen muss: 10 Milliarden Menschen, die im Jahr 2050 durch die Landwirtschaft ernährt werden müssen, CO2-Emissionen und der damit einhergehenden Klimawandel, Preisdruck – sowie die zunehmende Nachfrage der Verbraucher nach ökologischem Anbau und nachhaltiger Ernährung. Dabei hob er die Bedeutung von Smart Farming mit vernetzten Komponenten und künstlicher Intelligenz, etwa beim autonomen Steuern landwirtschaftlicher Geräte, hervor.Er stellte dabei den Bezug zu einer Automotive-Konferenz her, deren Trendthemen auch für die Landwirtschaftsbranche gelten:Dekarbonisierung für einen verbesserten, weil geringeren „Carbon Footprint„. Folglich gewinnen Elektroantriebe an BedeutungDeglobalisierung versus Globalisierung im Kontext von Global zu Local SourcingRisikomanagement vor allem in Bezug auf die weltweit vernetzten Supply ChainsKosten: Hier geht es um eine ganzheitliche Total Cost of Ownership (TCO) Betrachtung, denn Investitionen müssen sich auszahlenPartnerschaften gewinnen an BedeutungDr. Philipp Schramm, EVP bei Webasto, sprach über die disruptiven Neuerungen im EinkaufLaut Dr. Philipp Schramm, EVP Purchasing & Supplier Quality bei Webasto, ist eine strukturelle Erneuerung nur mit dem richtigen Toolset (Digitalisierung, effiziente Prozesse und Standardisierung) und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit möglich.ZF-Vorstand Wilhelm Rehm über die Voraussetzungen für eine effiziente Steuerung der WertschöpfungsketteWilhelm Rehm, Vorstandsmitglied der ZF Friedrichshafen AG, stellte ebenfalls heraus, dass Kooperationen essenziell für Erfolg und Time-to-Market sind. Eine entscheidende Rolle spielen dabei seiner Erfahrung nach Partnerschaften mit Unternehmen aus Kompetenzfeldern außerhalb der eigenen Kernbranche. Zudem erläuterte er den beeindruckenden Transformationsprozess, mit dem sich die ZF für die Herausforderungen der Zukunft wappnet – mit strategischen Partnerschaften, agilen Teams, einer zukunftssicheren Beschaffungsstrategie und dem Lieferantennetzwerk über SupplyOn.Technologische Innovationen für die Landwirtschaft von morgenDr. Stefan Spindler, CEO der Industrial-Sparte von Schaeffler, präsentierte technologischen Innovationen für landwirtschaftliche Maschinen, wie etwa Hochleistungs-Wälzlager und -Schmiedetechnik. Daneben sind nachhaltige und autonom arbeitende Lösungen für Landwirtschaft für morgen zentral. Dr. Markus Schwaderlapp, SVP R&D bei Deutz, sprach über die Notwendigkeit eines CO2-neutralen Antriebs in Zeiten des Klimawandels. Er stellte auch heraus, dass nachhaltige Treibstoffe zwar verfügbar sind, aber – getrieben durch unterschiedliche Anwendungsfälle – ein pluralistischer Mix an Antriebstechnologien aktuell als am zielführendsten erscheint.Transparenz in der Lieferkette ist das A und OMarkus Quicken, CEO SupplyOn, stellte die Vorteile einer globalen, mehrstufigen Supply-Chain-Management-Lösung vorIn seinem Vortrag hob SupplyOn CEO Markus Quicken hervor, wie wichtig Transparenz in der n-Tier Lieferkette ist. Der SupplyOn-Ansatz „die gleiche Plattform auf allen Ebenen“ könne hier helfen, eben diese Transparenz herzustellen und Verbesserungen mit Hilfe von Analytics und KI einzuleiten.Zwei Podiumsdiskussionen zur Strategie im Einkauf – „Global vs Local Supplier Sourcing“ am ersten Tag und „The Procurement of Innovations“ am zweiten Tag – rundeten die Veranstaltung ab:Im der Podiumsdiskussion am ersten Tag ging es unter anderem um die richtige Commodity-Purchasing-Strategie, auf der Suche nach den richtigen “Best Cost Countries” auch unter Risikogesichtspunkten. Immer wieder drang durch, wie wichtig eine “Dual Sourcing”-Strategie ist, um nicht nur von einem einzigen Lieferanten abhängig zu sein.Podiumsdiskussion zu „Procurement of Innovations“In der Podiumsdiskussion am zweiten Tage wurde deutlich, dass neben Produktinnovationen auch Prozessinnovationen wesentlich zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb beitragen. Softwareentwicklung und Künstliche Intelligenz spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Es bestand Konsens, wie wichtig es ist, die Lieferanten bei der Transformation der Prozesse im eigenen Unternehmen mitzunehmen – und dass Vertrauen dabei ein Erfolgsfaktor ist.Fendt-Traktor vor dem AGRITECH KonferenzortDer Termin für die nächste AGRITECH Konferenz steht auch schon fest: am 3. und 4. März 2021, wieder in Augsburg.
Digitaler Produktpass neu gedacht: Warum SupplyOn Material-Stammdaten zum strategischen Rückgrat machtGlobale Lieferketten stehen an einem Wendepunkt. Was lange als operative Disziplin galt, entwickelt sich zunehmend zu einer datengetriebenen Steuerungsaufgabe unter regulatorischem Druck. Nachhaltigkeitsvorgaben werden strenger, Datenanforderungen wachsen exponentiell und Unternehmen müssen beides über komplexe, internationale Lieferantennetzwerke hinweg verwalten.Bei SupplyOn beobachten wir diesen Wandel in allen Industrien. Regulatorien wie die EU Batterie-Verordnung, Carbon Border Adjustment Mechanismen…mehr lesen More details about Digitaler Produktpass neu gedacht: Warum SupplyOn Material-Stammdaten zum strategischen Rückgrat macht
SupplyOn geht Partnerschaft mit ServiceNow ein: Lücke zwischen interner Beschaffung und Lieferanten-Kollaboration schließenViele Unternehmen haben ihre internen Beschaffungsprozesse heute gut im Griff: Anforderungen werden digital erfasst, Freigaben laufen über Workflows, Eskalationen sind geregelt. Und doch entsteht dort, wo die Lieferkette beginnt, oft ein Medienbruch: Die Zusammenarbeit mit Lieferanten läuft weiterhin über E-Mails, PDFs, Excel-Listen oder isolierte Portale. Das kostet Zeit, erzeugt Fehler – und vor allem: Es…mehr lesen More details about SupplyOn geht Partnerschaft mit ServiceNow ein: Lücke zwischen interner Beschaffung und Lieferanten-Kollaboration schließen
Viele Wegen, ein zentrales Ziel: Das neue SupplyOn Help CenterAlles begann mit einer einfachen, aber entscheidenden Frage: Wie können wir unseren Nutzern eine zentrale Anlaufstelle bieten, wenn sie Unterstützung brauchen? Informationen und Antworten waren bislang über verschiedene Dokumente, Portale und Sprachversionen verteilt. Mit der neuen Lösung sind all diese Inhalte nun gebündelt und zentral verfügbar – übersichtlich, leicht zugänglich und auf Anhieb verständlich. Unser…mehr lesen More details about Viele Wegen, ein zentrales Ziel: Das neue SupplyOn Help Center