SCM Insights, Technology
3. April 2017

Operational Analytics: Was bringt dieser neue Trend?

Passende Themen: Analytics, Digital Supply Chain, SCPM, Supply Chain Performance Management

Operative Prozesse lassen sich mit Hilfe von Analytics erheblich verbessern
Operative Prozesse lassen sich mit Hilfe von Analytics erheblich verbessern

Bislang stand Analytics vor allem im Zeichen der Kunden- und Vertriebsanalyse. Doch das weitet sich aus: So stehen aktuell bei den Unternehmen die Zeichen darauf, Analytics auch in die operativen Prozesse zu bringen.

Warum das so ist:In den operativen Prozessen steckt von Haus aus hohes Potenzial für den Einsatz von Analytics. Auch lassen sich damit „individuelle Wahrheiten“, also Analysen in den eigenen Excel-Auswertungen von Mitarbeitern oder Abteilungen, überprüfen und standardisieren.

Mit Operational Analytics spürbare Prozessverbesserungen erreichen

Eine Studie von Capgemini aus dem Jahr 2016 schätzt, dass sich durch den Einsatz von Analytics Prozessverbesserungen von weltweit 117 Mrd. Dollar jährlich erreichen lassen. Wie auch immer diese Zahl entstanden sein mag, sicher ist: In den Prozessverbesserungen im Unternehmen schlummert in der Tat ein großes Potenzial.

Ein Beispiel: Ein Planer erfährt durch den Anruf seines Lieferanten, dass dieser die vereinbarte Menge am nächsten Tag nicht vollständig liefern kann. In nicht digital-integrierten Prozessen setzt das oft folgende Prozesskette in Gang: Der Planer greift zum Telefonhörer, um den Zweit-Lieferanten anzurufen. Im Gespräch klären sie, ob eine höhere Liefermenge möglich ist. Der Zweit-Lieferant wiederum informiert daraufhin seinen Transportdienstleister, damit dieser bitte mit einem größeren LKW kommen möge. Dann werden die Kollegen im Wareneingang benachrichtigt. Zudem zieht es entsprechende Anpassungen im ERP nach sich usw. usw. …

Bei allen Beteiligten entstehen so erhebliche Aufwände. Dabei ist dem Planer eventuell gar nicht bewusst, dass genügend Bestände vorhanden sind und eine Nachlieferung des Lieferanten zwei Tage später durchaus ausreicht. Die Ursache für den Mehraufwand ist die fehlende Analyse der Verbrauchs-, Bestands- und Belieferungssituation.

Dieses Szenario ist bei Weitem kein Einzelfall. So kommt es sehr häufig bei Beschaffung, Logistik und Finance zu Prozessproblemen. Um diese bewerten zu können, hat SupplyOn das Supply Chain Performance Management entwickelt.

Die operativen Mitarbeiter können dort in übersichtlichen Dashboards die jeweils für ihre Aufgabenstellung wichtigen Informationen einsehen und analysieren. Auf Basis dieser Daten kann der Mitarbeiter schnell und objektiv entscheiden, was zu tun ist. Im geschilderten Fall reicht es aus, lediglich mit dem Lieferanten die Nachlieferung zu klären. Weitere Aktivitäten sind nicht notwendig.

An diesem Beispiel springt ins Auge, welche Vorteile Operational Analytics mit sich bringt. Und welche Optimierungspotenziale bislang ungenutzt in den Unternehmen schlummern.

Christian-Kastl

Christian Kastl

Es ist wirklich aufregend, im digitalen Zeitalter zu leben. Wir werden eine Reihe neuer Entwicklungen sehen, die ganz neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Mich reizen vor allem die Themen Industrie 4.0, Smart Factory und Smart Logistics. Daher möchte ich in meinem Blog ein wenig Licht ins Dunkel neuer Lösungen und Trends in diesem Bereich bringen.

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