SCM Insights Bereit zum Abheben? Herausforderungen in der Luft – und Raumfahrt Supply Chain Cornelia Staib 30. Oktober 2017zuletzt aktualisiert: 24. September 2025 Share on Facebook Share on LinkedIn Share on Xing Share via email Wie digital ist die Luft – und Raumfahrt Supply Chain? Und wie lässt sich eine noch stärkere Digitalisierung erreichen? Diesen Fragen ging unsere Studie nachDie Luft – und Raumfahrt-Industrie ist so international wie kaum eine andere Branche. Von der einzelnen Steckverbindung bis zum fertigen Flugzeug umspannen die Lieferketten häufig den gesamten Globus. In Zeiten immer engerer Zusammenarbeit und eng getakteter Lieferfristen müsste der Digitalisierungsgrad eigentlich hoch sein. Eigentlich.Unsere kürzlich veröffentlichte Studie zeichnet da ein etwas anderes Bild. Zumindest auf Zuliefererseite. Denn dort arbeitet nahezu jedes dritte Unternehmen noch komplett „offline“: E-Mail, Fax und Telefon sind immer noch weitverbreitete Mittel der Zusammenarbeit. Weitere 41 Prozent haben immerhin die Zusammenarbeit mit ihren Kunden digitalisiert. Allerdings kann (und sollte) auch das nur eine Zwischenstation sein: Denn wer auf dem einen Auge blind ist, kommt immer wieder in Probleme. So hat die Vergangenheit immer wieder eindrücklich gezeigt, wie schnell eine Lieferverzögerung weiter vorn in der Lieferkette alle weiteren Stufen durcheinanderwirbeln kann – selbst wenn es sich dabei „nur“ um die Toilettentür handelt…Am Willen der Zulieferer scheitert es zumindest nicht: Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen wünscht sich eine stärkere kundenseitige Integration und erkennt auch die Vorteile einer engeren Zusammenarbeit mit ihren Zuliefern.Aber vielleicht auch weil es bis dahin mancherorts noch ein weiter(er) Weg ist, sieht sich über ein Fünftel der Unternehmen für die aktuellen Herausforderungen nicht gut gerüstet. Und mehr als jedes dritte Unternehmen bejaht dies mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen.Das Digitalisierungspotenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpftDas Ganze ist mehr als die Summe seiner TeileSpannend ist der Blick auf den Digitalisierungsgrad der einzelnen Supply-Chain-Prozesse. Auch hier setzt sich das Bild fort: Die Digitalisierung der Outbound Supply Chain zum Kunden ist deutlich weiter fortgeschritten als zu den Zulieferern. Den größten Digitalisierungsgrad inbound wie outbound weisen dabei – wenig überraschend – der Bestell- und Rechnungsprozess auf.Digitaler Flickenteppich: Zu einer durchgängigen Digitalisierung alle Supply-Chain- Prozesse ist es noch ein Stückchen Weg – insbesondere bei der Inbound Supply Chain.Und es zeigt sich: Je komplexer die Prozesse (On-Time Delivery, Maßnahmenverfolgung, Concession), desto geringer der Digitalisierungsgrad. Dabei würden gerade diese hochkollaborativen Prozesse von der Digitalisierung profitieren.So begrüßenswert jeder noch so kleine Schritt in Richtung Digitalisierung ist: Das volle Potenzial können Unternehmen erst ausschöpfen, wenn sie alle Prozesse nahtlos in einem gemeinsamen Tool mit ihren Kunden und Zulieferern nutzen.Doch woran scheitert es (noch)?Als Voraussetzungen für eine stärkere Digitalisierung nannten die befragten Unternehmen vor allem einen hohen Datenschutz, tragbare Investitionen und laufende Kosten, gleichwertige Transparenz und Analysemöglichkeiten sowie die Tatsache, dass alle Beteiligten ein und dieselbe Lösung nutzen.Als die drei Haupthindernisse kristallisierten sich fehlende vorkonfigurierte Schnittstellen, fehlende Prozessstandards und fehlende Standards heraus.Um bei der Digitalisierung weiter voranzuschreiten, gilt es noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumenHier sind also zunächst die Verbände gefordert, um die Definition von branchenweit gültigen Standards zu unterstützen. Im zweiten Schritt ist dann die Industrie – allen voran die OEMs und Tier1-Unternehmen – an der Reihe, diese zu implementieren und zu nutzen. Je mehr es dabei gelingt, die kleineren Zulieferer mit ins Boot zu holen, desto besser für alle. Denn damit erhöht sich die Visibility und Reaktionsfähigkeit der Lieferkette als Ganzes. Damit eine fehlende Toilettentür keine böse Überraschung mehr ist.Studie ‚Komplexe Aerospace-Supply-Chain-Netzwerke erfolgreich steuern‘ anfordern
Das Lieferanten-Netzwerk als Teil der LösungFür große Unternehmen sind Lieferantendaten zu einer der wichtigsten Grundlagen für widerstandsfähige, konforme und zukunftssichere Lieferketten geworden. Ob Produktinformationen, Materialdaten, Nachhaltigkeitsanforderungen, behördliche Meldungen oder kundenspezifische Datenanfragen – Lieferanten werden immer häufiger aufgefordert, umfangreichere Informationen in höherer Detailtiefe bereitzustellen.Die entscheidende Frage lautet dabei nicht nur: Welche Daten werden benötigt?Die noch wichtigere Frage lautet: Wie machen wir…mehr lesen More details about Das Lieferanten-Netzwerk als Teil der Lösung
Geopolitische Risiken: So navigieren Sie Ihre Lieferkette sicher durch unsichere ZeitenHandelskonflikte, Exportverbote, regionale Spannungen – geopolitische Risiken verändern die Spielregeln globaler Lieferketten. Ein einzelner Trigger, sei es ein Konflikt, eine Sanktion oder ein neues Gesetz, kann in kürzester Zeit Produktionsprozesse zum Stillstand bringen, Kosten explodieren lassen und das Vertrauen von Kunden gefährden.Unternehmen müssen in der Lage sein, schnell auf neue Gegebenheiten zu reagieren – Lieferanten…mehr lesen More details about Geopolitische Risiken: So navigieren Sie Ihre Lieferkette sicher durch unsichere Zeiten
Die Zukunft von Unternehmen liegt in integrierter Planung: Warum S&OP und IBP externe Datenquellen brauchenVor kurzem besuchte ich den S&OP Summit in Amsterdam – die führende Konferenz zum Thema Sales and Operations Planning (S&OP). Mein Ziel war es, mich über die neuen Möglichkeiten und Entwicklungen von S&OP und IBP zu informieren, um den Kunden von SupplyOn den Mehrwert der Integration von Planung und Exekutive aufzuzeigen. Die strategische Planung ist…mehr lesen More details about Die Zukunft von Unternehmen liegt in integrierter Planung: Warum S&OP und IBP externe Datenquellen brauchen