SCM Insights, Use Cases
23. April 2015

Continental Automotive macht es vor: Volle Kontrolle über das Inbound Transport Management System

Passende Themen: transport management system, Transportmanagement

Transport Management System mit Land-, Luft- und SeefrachtHaben Sie die volle Kontrolle über Ihr Transport Management System? Über Ihre Inbound Frachten? Und das schon bevor der Spediteur tatsächlich beauftragt wird?

Kennen Sie die tatsächlichen Volumina auf Ihren einzelnen Lieferanten-Werks-Verbindungen? Kennen Sie auch die beauftragten Service Level und Spediteure zu diesen Volumina?

Haben Sie einfache Prozesse zur Frachtrechnungsprüfung oder gar ein Gutschriftsverfahren für Frachtkosten? Können Sie Ihre Frachtkosten auf einzelne Materialien herunterbrechen? Wissen Sie, welche Materialien in welchem Transport sind und wo sich dieser momentan befindet? Haben Sie all dieses in einem einzigen System?

Wenn Sie all diese Fragen guten Gewissens mit „JA!“ beantworten können, brauchen Sie nicht weiterzulesen

Sie dürfen sich als eine absolute Ausnahmeerscheinung verstehen. Ihr Unternehmen hat exzellente Strukturen im Transportbereich und eine funktionierende Verbindung zwischen Materialbeschaffungs- und Transportprozessen.

Falls Sie aber mindestens eine der Fragen mit „Leider nein“ beantworten müssen, finden Sie sich in guter Gesellschaft, beispielsweise mit Continental Automotive. Meine Kollegin Johanna Naumann und ich betreuen und unterstützen Continental Automotive beim Rollout und bei der Definition von Weiterentwicklungen des Transportmanagement-Systems. 

Continental nutzt das Transport Order Management System (TOMS) von SupplyOn bereits in Europa, Asien und Nordamerika für Land-, Luft- und Seefracht. In das Continental TOMS Netzwerk sind kleine Lieferanten und Spediteure ebenso wie global agierende eingebunden. Lieferanten und Spediteure erhalten und senden Nachrichten per EDI und/oder per WebEDI.

Durchgängige Prozesse im Transport Management System

Für Continental Automotive wurden – je nach individuellen Bedürfnissen der empfangenden Werke – im Detail angepasste Prozesse konfiguriert.

Das Grundprinzip bleibt dabei jedoch immer identisch:
Der Lieferant erstellt Transportavisdaten, sendet diese an das Transportmanagement-System. Dieses konsolidiert Einzel-Transportaufträge zu Ladungen und beauftragt diese beim ausgewählten Spediteur.

  1. Continental sendet Lieferabrufe an die Lieferanten
  2. Lieferanten erstellen Transportavis. Die Eingaben seitens Lieferanten wurden auf ein Minimum reduziert. Fast alle benötigten Informationen werden vom System vorbelegt.
  3. Das Transportmanagement-System konsolidiert die einzelnen Transportaufträge (Basis sind die Transportavise) zu Ladungen und identifiziert den preisgünstigsten Spediteur und Service Level. Die Konsolidierung und Auswahl des preisgünstigsten Spediteurs und Service Levels erfolgt vollautomatisch durch das System. Continental hat jedoch die Möglichkeit, den Prozess manuell zu übersteuern.
  4. Das Transportmanagement-System gibt die Ladungen an den ausgewählten Spediteur frei.
  5. Der ausgewählte Spediteur führt den Transport durch und liefert Statusmeldungen zurück an das Transportmanagement-System.
  6. Nach Zustellung berechnet das Transportmanagement-System die Kosten

Von einem funktionierendem Transport Management System profitieren Continental, die Spediteure und Lieferanten

Alle Partner profitieren vom Einsatz des Transport Order Management System.

  • Die Lieferanten erstellen Transportavise nach einem standardisierten Prozess – unabhängig davon, welcher ihrer Kunden beliefert wird und unabhängig davon, welcher Spediteur beauftragt wird. So reduziert sich die Prozessvielfalt für die Lieferanten drastisch.
    Alle Daten werden in einem System dokumentiert. Recherchen in vielen System und Mails im Fall von Rückfragen entfallen. 
  • Die Spediteure erhalten Transportbeauftragungsdaten in einer standardisierten Form. Die manuelle Bearbeitung von Mails, Fax oder teilweise fehler- bzw. lückenhaften Einträgen in speditionseigenen Portalen entfällt. Alle Beauftragungen werden zentral in einem System dokumentiert und bilden die Basis für die Abrechnung mit dem Kunden.
  • Continental erlangt die volle Kontrolle über die Beauftragung und Abwicklung der Inbound-Transporte. Die Transporte werden automatisch aus TOMS gemäß der von Continental definierten Regeln beauftragt.
    Alle Transporte werden zentral dokumentiert und dienen als Basis für zentral und einfach verfügbare Transportstatistiken.
    Für alle Transporte werden die Kosten gemäß der Continental-Tarife berechnet. Diese Berechnungen werden für eine Gutschrift oder für stark vereinfachte und gleichzeitig sehr detaillierte Rechnungsprüfung genutzt, gerne auch im modernen eInvoicing.

Sicherlich sind Sie mit Continental nicht vergleichbar. Dennoch dürfte es diverse Parallelen und vergleichbare Herausforderungen geben.
Gerne können wir diese offen diskutieren, um etwaigen Handlungsbedarf auszuloten.

martin

Martin Zwingmann

Mein Fokus liegt auf der Verbindung von Materialbeschaffungs- und transportrelevanten Prozessen und Systemen. Als Team aus Lieferanten, Spediteuren und Kunden bringen wir Licht ins Dunkel der Transportwelt – für Material- und Transportlogistiker sowie Controlling.

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