Industry News Hamburg ruft: 8. Aviation Forum gab Einblicke in die Lieferkette von morgen Arvid Holzwarth 8. November 2018zuletzt aktualisiert: 4. März 2021 Share on Facebook Share on LinkedIn Share on Xing Share via email „Global – digital – smart“ war das diesjährigen Motto des Aviation Forums in HamburgDas 8. Aviation Forum öffnete am 6. und 7. November seine Pforten. Und mehr als 700 Teilnehmer kamen zu der achten Ausgabe dieser Veranstaltung, die erneut von Airbus-CPO Dr. Klaus Richter ausgerichtet und vom IPM organisiert wurde.Die teilnehmenden Unternehmen – darunter Fluggesellschaften, OEMs, Zulieferer, BDLI, Cluster, regionale Luft- und Raumfahrtorganisationen, Dienstleister und Beratungsunternehmen – diskutierten aktuelle Themen wie Globalisierung, Digitalisierung und Smart Production.Werksbesichtigungen mit Einblicken in Best PracticesEs ist zu einer guten Tradition für diejenigen geworden, die bereits einen Tag früher anreisen, an einer der Werksführungen teilzunehmen. Zu besichtigen waren die Airbus A320-Familie FAL, der Lufthansa Technik MRO-Shop, das Airbus A350XWB Customer Definition Center, das Safran Nacelles Integration Center oder das ZAL Forschungszentrum in Hamburg. Der Autor entschied sich für die Airbus A320-Familie FAL – und wurde nicht enttäuscht. Etwa 7.000 noch nicht ausgelieferte Bestellungen der A320-Familie bedeuten 10 Jahre ausverkaufte Produktion. In der Konsequenz muss die Produktion an den verschiedenen Standorten der A320 FAL weiter auf die Taktzahl 60 erhöht werden.Konsolidierung und Größe der deutschen Luft- und RaumfahrtindustrieProfessor Dr. Johannes Walther (IPM) eröffnet das 8. Aviation Forum in HamburgIn seiner Eröffnungsrede betonte Prof. Dr. Walther die anhaltende Konsolidierung in der Luft- und Raumfahrtindustrie. So hatte etwa Lufthansa AirBerlin übernommen, UTC kaufte RockwellCollins und Airbus übernahm die Kontrolle über die Bombardier C-Serie. Er begrüßte die Teilnehmer und Unternehmen, die aus Deutschland, aber auch aus Kanada, Großbritannien, den USA, den Emiraten, Frankreich und vielen anderen Ländern angereist waren.Volker Thum, BDLI, stellte heraus, dass mehr als 109.000 Mitarbeiter für deutsche Luft- und Raumfahrtunternehmen arbeiten, was einem Umsatz von 40 Milliarden Euro entspricht. Davon entfallen 73% auf die zivile Luftfahrt, 19% auf das Militär und 8% auf die Raumfahrt.Best Practices für eine wettbewerbsfähige Supply ChainEs ist unmöglich, all die verschiedenen interessanten Reden und Master Classes zu beschreiben, deshalb teile ich nur ein paar Highlights:Simone Berger von Boeing gab Einblicke in den Ramp-up von Boeing, der sowohl von Single Aisle als auch von Twin Aisle angetrieben wird. Sie erläuterte ebenfalls, wie die Supply Chain bei ihnen organisiert ist, welches kritische Know-how ein OEM behalten muss und wie ihr Supply-Chain-Entscheidungprozess dazu beiträgt, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.Dietmar Czala von GKN Deutschland berichtete über das Wachstum von GKN mit seinen drei Säulen Aerostructures, Engine Systems und Special Technologies, welches auch durch die jüngsten Akquisitionen, wie etwa Fokker, getrieben wurde. Zudem sprach er über die Bedeutung des neuen britischen Eigentümers Melrose.Ismail Ali Abdulah von Strata Manufacturing schilderte die Erfolgsgeschichte des Unternehmens als arabischer Herausforderer. Da die Öl-Vorräte endlich sind, wollen sich die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Zeit danach vorbereiten. Strata ist ein Teil dieser Strategie. Das Unternehmen beschäftigt einen enorm hohen Anteil an weiblichen Ingenieurinnen von mehr als 90%. Zu den Hauptkunden zählen Airbus, Boeing und Leonardo.Der Prototyp der App „My AirSupply“ von SupplyOn stieß auf große Resonanz und es wurden vielfältige Anwendungsfälle diskutiertZwei parallel stattfindenden Master Classes, moderiert von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, diskutierten die Erfolgsfaktoren des digitalen Wandels, darunter die richtige Arbeitskultur und das richtige Personal. Ein weiteres heißes Thema war der 3D-Druck, wobei sich die ausstehenden Zertifizierungen noch als großer Hemmschuh erweisen.Parallele Workshops und Networking in der Ausstellung zu vielen KernthemenWie im Vorjahr wurden zeitgleich eine Podiumsdiskussion sowie verschiedene Workshops angeboten. Letztere diskutierten aktuelle Themen wie globale Produktion, Anforderungen an die Digitalisierung und Standardisierung, Entwicklung der Lieferkette, Effizienz- und Antriebssysteme, Advanced Automatisierung, additive Fertigung und das Innovationsfeld „Kabine“. In jedem Workshop behandelten verschiedene Arbeitsgruppen die entsprechenden Thesen mit all ihren Vor- und Nachteilen.Dieser erste Tag des Aviation Forums bot auch Gelegenheit zur Vernetzung in der Ausstellung mit vielen fruchtbaren Diskussionen. Ein heißes Thema war der Einstieg von Airbus in die Partnerschaft mit den C-Series-Flugzeugen Anfang diesen Jahres, wovon der erste Airbus A220 im September 2018 an Delta Airlines ausgeliefert wurde.Netzwerken in der Ausstellung, wo auch der SupplyOn-Stand gut besucht wurdeDer erste Veranstaltungstag endete mit einem Sektempfang. Vor dem Galadinner gab David Rodgers aus Mobile, Alabama, Einblicke in die Attraktivität dieser Region, in der Airbus North American FAL und viele Luftfahrtzulieferer ihren Sitz haben. Wie immer war das Galadinner eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich mit Geschäftspartnern aus verschiedenen Bereichen auszutauschen.Höhepunkte vom zweiten TagAm zweiten Tag hoben Joachim Szodruch von Hamburg Aviation und Suzanne M. Benoit von Aero Montreal die Stärken der beiden Aerospace-Hotspots Hamburg und der Region Quebec sowie die damit verbundenen steigenden gemeinsamen Aktivitäten und Kooperationen hervor.Dr. Davide Brigante von ATR betonte führende Position des Unternehmens als Hersteller von Regional- / Turboprop-Flugzeugen mit weniger als 90 Sitzen. Das zukünftige Wachstum wird insbesondere von neuen Routen und von China getragen. Das Unternehmen sucht zudem Partner für Innovationen.Laut Gil Michielin von Thales werden bis 2050 bis zu 9 Milliarden Passagiere pro Jahr erwartet. Dies wird erhebliche Auswirkungen auf den Hochlauf in der Flugzeugproduktion, auf den Pilotenmangel und auch auf Neueinsteiger im gewerblichen Luftverkehr, die Drohnen, haben.Eric Goedhart von Kühne&Nagel wies darauf hin, dass die Logistik ein wichtiger Faktor und die Datenqualität entscheidend ist, um die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen.Zeitgleich wurde auf zwei Podiumsdiskussionen über den Ersatzteilmarkt der Zukunft und neue Flugmöglichkeiten gesprochen. Nach dem Mittagessen gab es zwei parallele Best-Practice-Tracks, einen über die Rolle europäischer Lieferanten in einer globalen Lieferkette und einen über Advanced Manufacturing. Ein Highlight waren sicherlich die von Premium Aerotec vorstellten Best Practices zu Production-to-Supply und Track and Trace. Ein weiteres Thema: „Digital Natives“ an Bord zu haben.Dr. Klaus Richter (Airbus) über die fünf zentralen Herausforderungen für die Supply ChainTop5-Herausforderungen in der Supply ChainZu guter Letzt sprach Dr. Klaus Richter als Schirmherr der Veranstaltung über die aus seiner Sicht fünf zentralen Herausforderungen für die Lieferkette:Ramp up – Mengensteigerungen und Produkteinführungen managenProduktivitätssteigerung & Kostensenkung – Produktdesign & ProzessgestaltungDigitalisierung des Supply Chain Managements – von IT-Tools bis zu Big Data Analytics & ProzessautomatisierungLieferanten für Innovationen gewinnen – Technologien & GeschäftsmodelleGlobalisierung – Wachstum in Schwellenländern vorantreibenDas 8. Aviation Forum hat einmal mehr seine einzigartige Rolle als wichtige Plattform für Luft- und Raumfahrtunternehmen zur Kontaktaufnahme mit ihren internationalen Lieferanten und Partnern eindrucksvoll unter Beweis gestellt.Die Community freut sich bereits auf die 9. Ausgabe des Aviation Forum 2019 – dann in München.
Digitaler Produktpass neu gedacht: Warum SupplyOn Material-Stammdaten zum strategischen Rückgrat machtGlobale Lieferketten stehen an einem Wendepunkt. Was lange als operative Disziplin galt, entwickelt sich zunehmend zu einer datengetriebenen Steuerungsaufgabe unter regulatorischem Druck. Nachhaltigkeitsvorgaben werden strenger, Datenanforderungen wachsen exponentiell und Unternehmen müssen beides über komplexe, internationale Lieferantennetzwerke hinweg verwalten.Bei SupplyOn beobachten wir diesen Wandel in allen Industrien. Regulatorien wie die EU Batterie-Verordnung, Carbon Border Adjustment Mechanismen…mehr lesen More details about Digitaler Produktpass neu gedacht: Warum SupplyOn Material-Stammdaten zum strategischen Rückgrat macht
Die Zukunft von Unternehmen liegt in integrierter Planung: Warum S&OP und IBP externe Datenquellen brauchenVor kurzem besuchte ich den S&OP Summit in Amsterdam – die führende Konferenz zum Thema Sales and Operations Planning (S&OP). Mein Ziel war es, mich über die neuen Möglichkeiten und Entwicklungen von S&OP und IBP zu informieren, um den Kunden von SupplyOn den Mehrwert der Integration von Planung und Exekutive aufzuzeigen. Die strategische Planung ist…mehr lesen More details about Die Zukunft von Unternehmen liegt in integrierter Planung: Warum S&OP und IBP externe Datenquellen brauchen
Predictive Delivery Date: KI prognostiziert Produktions- und LieferzeitProduktionsprozesse können stark beeinträchtigt werden, wenn sich erst am Tag der geplanten Lieferung herausstellt, dass bestelltes Produktionsmaterial nicht rechtzeitig eintrifft. Da dieses oft lange und komplexe Lieferketten durchläuft, die aus vielen Planungs-, Bestell-, Produktions- und Lieferprozessen bestehen, kommt es in der Praxis nicht selten zu Engpässen. Verschärft wird das Problem dadurch, dass in modernen Produktionsbetrieben…mehr lesen More details about Predictive Delivery Date: KI prognostiziert Produktions- und Lieferzeit