SCM Insights Pack-to-Stock: Heute verpacken, später versenden Rudolf Dirnberger 13. Februar 2025 Share on Facebook Share on LinkedIn Share on Xing Share via email Einfache Einlagerung vorproduzierter Ware in kundenspezifisch verpackten GebindenDas Verpacken von Gütern für den Versand birgt für Lieferanten größere Herausforderungen, als auf den ersten Blick zu vermuten. Dieser Arbeitsschritt ist prozess- und systemtechnisch in der Regel an die Auslieferung gekoppelt, was jedoch nur in wenigen Fällen auch in der Realität der Fall ist. Viele Unternehmen verpacken bereits direkt nach dem Herstellungsprozess bzw. der Qualitätskontrolle und lagern anschließend die kundenspezifisch verpackten Gebinde bis zum Versand ein.Um einen durchgehend digitalen Prozess sicherzustellen – und damit alle Beteiligten in ihrer Digitalisierungsstrategie zu unterstützen – hat SupplyOn das Modul „Pack-to-Stock“ entwickelt. Das Modul entkoppelt den Verpackungsprozess von der Erstellung der Advanced Shipping Notification (ASN). Anwender können die Ware direkt nach der Produktion verpacken und etikettieren, und die vorverpackten Materialien später ohne zusätzlichen manuellen Eingabeaufwand einer Auslieferung zuordnen.Digitaler Zwilling mit allen relevanten InformationenKernstück von Pack-to-Stock ist die Möglichkeit, alle wichtigen produktrelevanten Informationen wie z.B. Produktions-, Haltbarkeits- und Verbrauchsdatum, Chargen-Nummer, Software- bzw. Hardware-Revision, usw. schon vor der Produktion angeben zu können. Dabei lassen sich Verpackungsaufträge mit Bezug zu einer Material-Nummer, einer Bestellung bzw. einem Lieferabruf erstellen. Das System unterstützt dabei die Übermittlung von Verpackungsvorschriften, die im System automatisch gespeichert werden. Pack-to-Stock errechnet ausgehend von der geplanten Produktionsmenge die Anzahl der benötigten Einzel-Verpackungen (Single-Packs) und Ladungsträger (Handling-Units) und erlaubt direkt den Druck der erforderlichen Single-Pack und HU-Lager-Etiketten. Es bildet damit einen digitalen Zwilling mit allen relevanten Informationen zu den im Lager eingelagerten Güter.Zusätzlich bietet das Modul alle wichtigen Funktionen, um den digitalen Zwilling an die produzierten und verpackten Gebinde anzupassen. So kann jederzeit die Füllmenge einzelner Behälter sowie der Aufbau der Gebinde effizient an die Realität angepasst werden. Außerdem lassen sich Produktionsstörungen sowie Ergebnisse aus der Qualitätskontrolle problemlos im System abbilden.Einfache Zuordnung einer LieferungDie Kommissionierung und Auslieferplanung kann wie bisher in der Warenwirtschaft und im Lagerverwaltungssystem erfolgen. Die Anlage der Lieferung in Supply Chain Collaboration (SCC) erfolgt ebenfalls unverändert auf Basis der Vorgängerbelege (Bestellungen bzw. Lieferabrufe). Neu ist, dass vorverpacktes Material einfach durch abscannen der Packstück- bzw. Handling Unit-ID der Auslieferung zugeordnet werden kann. Mit der Zuordnung werden auch alle teilespezifischen Informationen automatisch in die Lieferung übernommen.Das System unterstützt auch sämtliche Formen von Mischszenarien wie z.B. die Auslieferung von vorverpackten und nichtverpackten Materialien sowie die manuelle Bildung von zusätzlichen Handling-Units. Mit der Zuordnung von vorverpackten Materialien zu einer Auslieferung sind Doppeleingaben oder Eingabefehler ausgeschlossen. Insbesondere die Übernahme der bereits vor der Produktion eingegebenen Informationen reduziert den Zeitaufwand bei der Auslieferung erheblich und vermeidet Doppelteingaben ohne Informationsverlust. Die vollständigen Verpackungsinformationen, sowohl ein- als auch zweistufig, werden an den Kunden übermittelt und ermöglichen dort einen einfachen voll automatischen elektronischen Wareneingang.Inventur leicht gemachtLeistungsfähige Inventurfunktionen ermöglichen es, den Überblick zu behalten, im Falle von Qualitätsproblemen ganze Chargen zu verschrotten oder nachzuvollziehen, wann welche Artikel ausgeliefert wurden.Das Pack-to-Stock Modul bietet die erforderliche Flexibilität, um den Verpackungsprozess den internen Prozessen anzupassen. Damit können Sie die Anforderungen Ihrer Kunden ohne zusätzlichen Aufwand im Versand abbilden, sowie alle für die Materialkennzeichnung und den Versand geforderten Etiketten drucken.
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